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Unsere aktuellen Nachrichten: _______________________________________________________________________ Servicebörse Odenwald
e.V. Dienstleistungsagentur
sucht Mitarbeiterinnen
Voraussetzung für die Mitarbeit ist neben
entsprechender Wir unterstützen Sie unverbindlich mit vorheriger fachlicher Beratung. Tel 06164 - 503602 Mail: info@serviceboerse-odenwald.de www.serviceboerse-odenwald.de -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Frauen helfen sich selbst – und anderen Beruf und Familie – Servicebörse Odenwald unterstützt
seit zehn Jahren Firmen und Privatleute in vielen Bereichen
Die Einrichtung habe sich zu einem „wahren Erfolgsmodell“ entwickelt, zeigten sich die Beteiligten beim kleinen Fest zum runden Geburtstag überzeugt. Gefeiert wurde in Fränkisch-Crumbach, denn dort, genauer gesagt im Weiler Güttersbach, befindet sich die Geschäftsstelle des eingetragenen Vereins. Diesem gehören mittlerweile 39 Frauen aus dem Odenwaldkreis an, berichtete die geschäftsführende Vorsitzende Manuela Weidmann. Fünf weitere Damen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg werden seit Januar 2010 über eine Zweigstelle in Mühltal betreut. Alle Mitglieder sind Frauen, die sich im Dienstleistungssektor selbständig gemacht haben und über die Zentralen angefordert werden können, wenn Privatpersonen oder auch Firmen in den verschiedensten Bereichen Unterstützung brauchen. Die Helferinnen sind kompetente Frauen mit verschiedensten Ausbildungen. Eine Architektin beispielsweise ist darunter und eine Floristin, frühere Büroangestellte oder Hauswirtschafterinnen. Sie alle eint der Wunsch, nach der Familienphase möglichst in Wohnortsnähe wieder tätig zu sein, ihre Arbeitszeiten weitgehend selbst zu bestimmen und für ihre Arbeit ein faires Entgelt zu erhalten. Sie arbeiten dabei absolut „legal“, das heißt, mit Gewerbeschein, Steuernummer und eigener Krankenversicherung und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Die Geschäftsstelle tritt dabei nicht nur als Vermittlerin auf, ergänzte die Zweite Vorsitzende Ulrike Gebauer, sondern übernimmt auch die zentrale Rechnungsstellung an den Kunden sowie die Überwachung der Zahlungseingänge und minimiert dadurch den Arbeitsaufwand und das Risiko der einzelnen Unternehmerinnen. Zuständig ist die Zentrale ferner für die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung. Die Grundidee der SBO geht auf eine Initiative des Landfrauenverbands Hessen zurück. Dieser suchte Ende der neunziger Jahre nach neuen Modellen, Frauen in strukturschwachen Regionen die Verbindung von Arbeitseinsätzen und familiären Verpflichtungen zu ermöglichen. Die Chancen einer Dienstleistungsbörse im Odenwald wurden dabei als gut eingeschätzt. Die beteiligten Behörden sagten Unterstützung zu, und für ein eigens konzipiertes Schulungsprogramm flossen EU-Fördermittel. Das Interesse der Frauen im Kreisgebiet an diesem Projekt war enorm und es melden sich rund hundert Teilnehmerinnen für eine Qualifizierungsmaßnahme an. In mehreren Seminaren wurden ihnen zwischen März bis Dezember 2000 sowohl rechtliche, als auch betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Allerdings sprangen viele Frauen im Laufe der Schulung aus beruflichen und privaten Gründen wieder ab. Im März 2001 gründeten acht Frauen, die durchgehalten hatten, den Verein Service-Börse Odenwald mit Sitz in Erbach. Erste Vorsitzende war Monika Wolf. Nur kurze Zeit half eine
Anschubfinanzierung Zwei Jahre lang erhielt die Organisation eine Anschubfinanzierung vom Kreis, danach jedoch mussten sie beweisen, dass sie auch auf eigenen Füßen stehen können. Aus Kostengründen verlegten sie das Büro in den Wohnort ihrer neuen Vorsitzenden Manuela Weidmann (Monika Wolf konnte diese Aufgabe aus privaten Gründen nicht mehr wahrnehmen) und starteten durch. Sie verstärkten ihre Werbung, präsentierten sich bei zahlreichen Messen, Märkten und Festen auch jenseits des Kreisgebiets und übernahmen vielerorts die ehrenamtliche Kinderbetreuung. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Zum fünfjährigen Jubiläum war die SBO bereits eine etablierte Größe und die Anzahl ihrer einsatzbereiten Mitglieder hatte sich auf 24 Frauen erhöht. Zum Zehnjährigen in Fränkisch-Crumbach kamen denn auch viele Weggefährten aus der zurückliegenden Zeit, aber auch Sympathisanten aus neuerer Zeit. Brigitte Tkalec, die Vorsitzende des Landfrauenbezirksvereins Reichelsheim erinnerte daran, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine der Grundforderungen ihres Verbandes sei. Christine Vonderheid-Ebner, die als Vorsitzende des Fachfrauennetzwerkes Groß-Umstadt die Frauen bei der Vereinsgründung unterstützt hatte, wies stolz darauf hin, dass die SBO mittlerweile zur Wirtschaftsförderung im Odenwaldkreis beiträgt. Bernhard Frassine vom Amt für den Ländlichen Raum nannte die Frauen „kompetente Botschafterinnen der Qualitätsregion Odenwald“ und auch Landrat Dietrich Kübler freute sich darüber, dass der Odenwald mit der SBO über ein weiteres Alleinstellungsmerkmal verfügt. Allerdings wollte er auch wissen, warum keine Männer in dem Verein zugelassen seien. „Das erlauben die Statuten nicht“, erwiderte Manuela Weidmann. Man sei jedoch flexibel und gern bereit, Männern dabei zu helfen, eine ähnliche Organisation aufzuziehen.
34a.: Manuela Weidmann (Mitte) gab noch einmal einen Überblick über die Entwicklung und Zielsetzung des Vereins.
40a.: Grußwort von Brigitte Tkalec vom Landfrauenverband. In der Mitte Manuela Weidmann im schwarzen Hosenanzug mit weißer Bluse. Rechts neben ihr (im schwarzen Anzug mit roter Blume) Christine Vonderheid-Ebner vom Fachfrauennetzwerkes Groß-Umstadt.
46a.: Manuela Weidmann (Mitte) gab noch einmal einen Überblick über die Entwicklung und Zielsetzung des Vereins. Interessierte Zuhörer waren unter anderen auch (rechts hinter ihr) Christine Vonderheid-Ebner vom Fachfrauennetzwerkes Groß-Umstadt und der designierte neue Bürgermeister von Fränkisch-Crumbach, Eric Engels.
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